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Zum Fotoshooting im Cafe Prag Pforzheim

Irgendwann waren da nur noch Zettel…Zettel aus Papier, Notizzettel in meinem Kopf und vollgeschriebene Skriptbücher.

Notizen über Selbst-Erlebtes, Mit-Gehörtes, Dazu-Erfundenes und Weiter-Gedachtes.
Die Initialzündung, das Manuskript zu „Mädchenklo“ zu beginnen, kam durch meine Schwester Susanne.

Originalton: „Wann beginnst du endlich dein geplantes Buch zu schreiben? Warte nicht, bis du geistig umnachtet bist“

Nicht, dass dieser Geisteszustand akut drohte, aber die schwesterliche Aussage gab mir den letzten Impuls mich an die Erstellung meines ersten Buches zu machen.
Zumal ich es – zumindest aus meiner verschwommenen Erinnerung heraus – auch wohl irgendwann meinem Literaturlehrer auf dem Gymnasium versprochen hatte, der von meinen Aufsätzen und deren Inhalt durchaus angetan war.

Relativ zügig war klar, dass Buchschreiben parallel zu meinem Vollzeitjob als Bankbetriebswirtin maximal suboptimale Ergebnisse hervor bringen wird.
Meine Riesenidee dazu war: Ich verschwinde für 4 Wochen nach Italien und beginne mit den ersten Kapitel.

Nach einer kurzen Überzeugungsdiskussion mit meinem Ehemann Helmut war flink unbezahlter Urlaub in der Firma gebucht, eine zuverlässige Vertretung durch meine Kollegin Sylvia organisiert und ich fuhr mit meinem Koffer voller Notizen, Laptop, meinem Bike und einem Herz voller Vorfreude an den Gardasee.

Die ersten Tage waren dem Sortieren der unzähligen Aufzeichnungen und der Zuordnung zu den einzelnen Kapiteln gewidmet. Meine Unterkunft glich einem Seminarraum, dank der vielen Plakatwänden und den darauf platzierten Entwürfen.

Das erste Kapitel war glücklicherweise als Rohfassung in meinem Kopf vorhanden und so kehrte ich tatsächlich nach 4 Wochen ordnungsgemäß und mit dem ersten Buchmaterial nach Hause zurück.
Danach war klar: „Mädchenklo“ – das gaanz normale Leben bekommt meine volle Aufmerksamkeit.
Und da noch Ideen zu weiteren Buchprojekten u.a. aus dem Bereich Kinderliteratur sowie Backen/Kochen in mir schlummern, war die Gründung eines eigenen Verlages die logische Konsequenz.

Geschichten zu editieren um damit die  Lese- und die Lebenslust zu fördern, phantasiereich mit Worten umzugehen und auch mal mutige sidesteps zu wagen, das ist meine Intention mit dem pinguletta Verlag und meinem Erstlingswerk „Mädchenklo – das gaanz normale Leben“.

Herzlichst

Silke Boger